
..für Segler- und Surfer aus Deutschland seit Jahrzehnten eine zweite Heimat. Auch Langener Aktive gehen dort regelmäßig aufs Wasser. In dieser Saison war der WSV-Nachwuchs, nebst eigens kreierten Logo-Hoodies, sogar mit einer eigenen Trainingsgruppe vertreten. Hier der Bericht unserer Jugendwartin Katrin:

Fünf Tage Ostertraining in Torbole am Gardasee
„Im Opti am Gardasee trainieren – mit richtig tollem Wind!“ – so die Idee, die im Herbst gemeinsam mit unseren jüngsten Seglerinnen und Seglern entstanden ist. Die Gruppe der fünf engagierten Kids zwischen sieben und elf Jahren hatten dazu große Lust, und die Trainer Chris und Aleks sowie Betreuerin Lotte (die beiden letzteren haben früher selbst regelmäßig an Ostern am Gardasee trainiert) zu überzeugen, war ein Leichtes. Kurzerhand wurde also das neue Motorboot auf den Trailer gezogen, die Optis auf den großen Trailer gepackt und es konnte losgehen.

So startete am 28. März unser erstes WSV-Training in Torbole. Die Kinder Enna, Marie, Marlene, Georg und Philipp (deren ältere Geschwister teilweise bereits in den Fortgeschrittenen-Gruppen des Landesverbandes trainieren) aus unserer Jugendgruppe wurden ergänzt von Rosa und Maxim vom Segelclub Eich und Jonathan vom Wassersportverein Schierstein. Mit acht Kids hatten wir eine gute Übungsgruppe, die von Gruppenstärke und Leistungsniveau gut zusammenpasste.
Der Wind blies am Samstag bereits vormittags recht kräftig – weit stärker, als man es vom Nordwind Vento sonst gewöhnt ist. Eine große Herausforderung für die Gardasee-Newbies, die von den Trainern mit viel Empathie, durch die Reduzierung der Optis auf dem Wasser und die Dauer des Trainings gemeinsam mit den Kindern gemeistert wurde. Nach dem Motto „Alles kann – nichts muss!“ Gab’s auch ein abwechslungsreiches Alternativprogramm aus Theorie, Knotenkunde und einer Nachbesprechung, um das Wassertraining optimal zu ergänzen.

Auch am Sonntag blies der Wind unvermindert aus Nord – die nachmittägliche Ora, der Südwind, blieb aus. Nach einer Wassereinheit am Morgen gingen die Kinder in Torbole auf Entdeckungstour. Eine Stadtrallye mit Eisessen und anschließendem geselligem Come-Together am Strand mit Eltern und Trainern bei Getränken und Snacks rundeten den Tag ab.
Am Montag hatte der Wind so stark aufgefrischt, dass der Gardasee für die Sportausübung gegen Mittag komplett gesperrt wurde. So wanderten die Kinder – begleitet von Eltern und Betreuerin Lotte auf den Monte Brione, um die spektakuläre Aussicht zu genießen.

Um 18 Uhr hatte der Hessische Seglerverband dann alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unserem Bundesland (rund 70 aus den Bootsklassen Opti, ILCA und 420er) zum Grillen auf den Campingplatz Maroadi eingeladen. Bei Würstchen und Getränken fand ein reger Austausch zwischen Aktiven, TrainerInnen und Eltern statt, bei dem der eine oder andere Kontakt geknüpft wurde.
Auch am Dienstag gab es neben Wassereinheiten nachmittags Theorie und Knotenkunde, ebenso am Mittwoch, an dem erstmalig der Wind etwas nachgelassen hatte, aber immer noch sehr herausfordernd für die jungen Seglerinnen und Segler war. Am Nachmittag wurde dann die Boote schon wieder verpackt und die ganze Gruppe wanderte – begleitet von den Eltern – nach Riva del Garda, um an der Eröffnungsfeier des 44. Lake Garda Meeting, der weltgrößten Klassenregatta teilzunehmen, bei der auch viele hessische Kids aus anderen Trainingsgruppen an den Start gingen.
Alle Kinder haben viel lernen können: von Segelerfahrung bis Selbstvertrauen.
Philipp mochte, „dass man viel mehr Wind als am Langener Waldsee hat und ich nicht gekentert bin“, während Marlene sich über ihr Kentern und die Wellen gefreut hat. Marie war am meisten von der Größe des Gardasees beeindruckt und ist stolz darauf, dass sie sich trotzdem getraut hat, darauf zu segeln. Georg hat korrektes Wenden gelernt und mochte ebeso die Stadtrallye und die Wanderung. Rosa betonte, dass sie auch durch Beobachtung der anderen Gruppen vieles lernen konnte und Maxim und Jonathan fanden das Segeln und die unterschiedlichen Winde toll. Alle Kinder lobten die Option, jederzeit – im wahrsten Sinne des Wortes- die Segel streichen zu können, wenn es zu viel wurde und alle wollen im nächsten Jahr wieder dabei sein.

Enna bringt es abschließend auf den Punkt: „Ich habe jetzt keine Angst mehr vor mehr Wind auf dem Langener Waldsee“ Danke an alle, die das Training möglich gemacht haben!
Wir sagen Ciao bis zum nächsten Jahr!